
Die Gönnliste
March 5, 2026Hast du eine oder mehrer bewusst gewählte Routinen in deinem Alltag?
Ich spreche jetzt nicht vom Zähne putzen oder Mittagessen, sondern Dinge, die du in deinen Alltag, außerhalb von Arbeit und Haushalt einbaust. Dinge, die dir zu Gute kommen.
Falls nicht, schau dir mal diese Anregungen an:
10 minütige (Morgen-) Meditation
Was, wenn du 10 Minuten am Morgen oder Abend für eine Meditation einbaust? Ich habe das einige Zeit morgens praktiziert, am Anfang mit geführten Meditationen über eine App, später mit einem Timer. Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Sich Zeit nehmen für sich, bevor die Arbeit losgeht und andere Bedürfnisse auf einen einströmen.
Ich habe gemerkt, dass ich mit einer ganz anderen Stimmung in den Tag starte. Viel ruhiger und geerdeter. Und auch dass ich ein anderes Auftreten im Job hatte. Da ich die Meditation zu einer alltäglichen Routine machte, veränderte sich auch meine Abgrenzungsfähigkeit. Unbedachte Äußerungen anderer ließ ich kommen und gehen wie die Gedanken in meiner morgendlichen Meditation.
Du bist der Meinung, dass du dir nicht morgens die Zeit dafür nehmen kannst? Fein, dann probiere doch mal das begleitete Meditieren zum Einschlafen aus! Einfach nur himmlisch in den Schlaf meditiert zu werden!

Morgenseiten/Journaling
Lass den inneren Kritiker reden! Gib ihm 3 A4 Seiten deines Notizblocks. Kotz dich aus. Lass alles raus, was da ist. Befürchtungen, Wut, to dos, Gebete etc. Dies Praktik kommt auch aus Julia Camerons Buch. Ich wende sie seit Jahren an. Seitdem ich anfing sie wirklich jeden Tag zu schreiben, bin ich nicht nur klarer für den Tag sondern auch in meiner Beziehung. Ich spüre schon am Morgen, was ich brauche, wo ich gerade bin und wie ich meinem Partner begegnen möchte. Und wenn du mal nicht weiß, was du schreiben sollst, dann schreib trotzdem. Schreib vielleicht genau das. Es geht darum auf dem Papier auszuruhen. Wenn wir ein Gespräch mit jemanden führen, gibt es vielleicht auch mal eine Gesprächspause, aber das ist für uns kein Grund keine Gespräche mehr zu führen.

Dankbarer = zufriedener!
Wer dankbarer ist, geht glücklicher durchs Leben. Inzwischen gibt es ja zahlreiche Studien dazu, dass Dankbarkeit Ängste/Grübeleien reduziert, soziale Beziehungen verbessert, sowie unser Imunsystem stärkt. Einige Möglichkeiten, das zu üben sind: Ein Dankbarkeitstagebuch ausfüllen, einen Dankesbrief an jemanden oder sich selbst schreiben oder eine Danke-Mindmap des jeweiligen Jahres zu machen, wofür du dieses Jahr bereits dankbar bist.. Vor einigen Jahren lernte ich auf meiner Arbeit aber diese kleine Übung kennen, die sich besonders einfach in den Alltag integrieren lässt: Tue 3 kleine Steine oder Glasperlen am Anfang des Tages in deine linke Hosen- oder Jackentasche. Im Laufe des Tages oder am Ende wandern diese dann in die rechte Hosentasche. Zähle für jedes Steinchen auf, wofür du gerade oder heute dankbar bist. Am Ende des Tages legst du sie wieder in eine Schale, bereit für den nächsten Tag.

Ein Stopp zum Durchatmen
Kennst du das? Bei der Fahrt sind wir gar nicht richtig bei der Sache, sondern denken schon an den nächsten Termin oder was uns eben als Nächstes erwartet. Und dann wundern wir uns manchmal wie wir von A nach B gekommen sind. Weil die Strecke so bekannt ist und wir das Auto fahren so automatisiert haben, bekommen wir von der Fahrt selbst wenig mit. Probiere doch mal einen anderen Weg aus oder plane bewusst einen Stopp ein. Halte an einer Stelle, die du dir immer schon mal näher anschauen wolltest, vielleicht ein Geschäft oder ein Aussichtspunkt. Plane genug Pufferzeit ein (circa 10 Minuten extra) für deinen Halt. Vielleicht siehst du am Rand auch einen Blumenstand, der dazu einläd ein paar Blumen mitzunehmen oder hältst an dem Fluss und beobachtest Schiffe oder im Wald Tiere. Einfach mal Durchatmen bevor mit unseren alltäglichen Aufgaben weiter machen. Das tut überraschender Weise richtig gut!

Die letzte Stunde Ruhe
Das ist eigentlich ein Ritual, was uns noch der Kindheit bekannt vorkommen sollte. Vielleicht wurde dir abends vorm Einschlafen vorgelesen, du hast selber noch gelesen oder ein Hörbuch gehört? Versuche zu diesem Ritual zurückzufinden. Insbesondere dann, wenn du mit Schlaftstörungen zu tun hast. Vielleicht nimmst du ein warmes Bad, trinkst einen grünen Tee, liest, meditierst, hörst ein ruhiges Hörbuch oder einen Podcast. Oder vielleicht puzzelst du gerne oder oder oder…Ziel ist es, auf Bildschirme wie Handys, Tablet, TV und co. zu verzichten sowie alle Dinge, die mit Arbeit oder Zukunftssorgen verbunden sind vorm Einschlafen zu vermeiden.





